Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

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Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Osteoporose – Knochenschwund muss kein Schicksal sein

Allein in Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen an Osteoporose. Etwa 85 Prozent davon sind Frauen. Bei den meisten von ihnen setzt der Verlust an Knochensubstanz – und zwar über das natürliche Maß hinaus – mit Beginn der Wechseljahre ein. Die Folge: Das gesamte Skelett ist zunehmend weniger belastbar. Entsprechend häufiger kommt es zu Brüchen, Knochen- und Rückenschmerzen oder dem so genannten Witwenbuckel.

Allerdings ist Osteoporose keine unabwendbare Alterserscheinung. Mit einer gesunden Ernährung, dem richtigen Maß an Bewegung sowie einer gezielten Behandlung mit Medikamenten lässt sich der Abbauprozess entscheidend verlangsamen. Je früher Sie damit beginnen, desto besser.

Diese Broschüre soll Ihnen die wichtigsten Fragen zu dieser weit verbreiteten Erkrankung, ihrer Vorbeugung, aber auch der Behandlung beantworten. Gern berät Sie Ihr A-plus Apotheken-Team noch darüber hinaus.

Was ist Osteoporose und wie macht sie sich bemerkbar?

Unsere Knochen sind lebendige Strukturen. Sie bestehen aus einer Grundsubstanz mit darin eingebetteten Mineralstoffen, die dem Knochen seine Festigkeit verleihen. Ein unentbehrlicher Baustein ist das Calcium. Weiterhin gehören Zellen dazu, die Knochenmasse aufbauen, und solche, die für den Abbau verantwortlich sind. Auf diese Weise erfolgt eine stetige Erneuerung. In den ersten 25 bis 30 Lebensjahren dominiert der Aufbau, dann kehrt sich der Prozess allmählich um. Wenn der Abbau das für ein bestimmtes Alter typische Maß überschreitet, spricht man von Knochenschwund oder Osteoporose.

Die Folgen sind lange Zeit kaum spürbar. Die ersten flüchtigen Schmerzen treten beim Wechsel von Ruhe zu Bewegung auf, später auch bei längerem Sitzen, Stehen und Liegen. Die Schmerzen sind in erster Linie Folge der zunehmenden Verformung der Wirbelsäule. Eine Knochendichtemessung kann klären, ob eine Osteoporose hinter den Beschwerden steckt.

Akute Schmerzen im fortgeschrittenen Stadium sind oft ein Zeichen so genannter Spontan-Frakturen. Diese Brüche betreffen sehr häufig die untere Brustwirbelsäule. Anlässe sind oft Kleinigkeiten wie Stolpern oder das Verfehlen einer Treppenstufe.

Warum sind Frauen häufiger betroffen als Männer?

Der Knochenstoffwechsel wird über mehrere Hormone gesteuert. Parathormon und Calcitonin bestimmen den Knochenaufbau und Knochenabbau. Die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron sorgen für die Feinabstimmung. Das Zusammenspiel aller Hormone sichert eine ausreichende Menge an Calcium im Blut und in den Knochen (hier werden rund 99 Prozent des Körpercalciums gespeichert).

Bei Frauen ist die Gesamtmasse geringer als bei Männern. Sie haben also weniger Reserven, wenn der natürliche, altersbedingte Abbau einsetzt. Zudem kommt es bei ihnen während der Wechseljahre, bedingt durch den Rückgang der Östrogenproduktion, zu einer Beschleunigung des Knochenabbaus. Deshalb ist etwa jede dritte Frau nach den Wechseljahren von Osteoporose betroffen. Besonders gefährdet: Frauen mit (extrem) schlankem Körperbau. Da sich Östrogen bevorzugt im Fettgewebe anreichert, können sie nach den Wechseljahren auf entsprechend wenig Vorräte zurückgreifen. Außerdem riskieren gerade junge Frauen im „Diätwahn“ eine Unterversorgung mit Calcium und erhöhen auch dadurch ihr Osteoporoserisiko in späteren Jahren.

Welche Risikofaktoren begünstigen Osteoporose?

Da „nur” etwa ein Drittel aller Frauen nach der Menopause unter Knochenschwund leidet, muss es – neben dem altersbedingten Hormonmangel – noch andere Ursachen für die Krankheit geben. Dazu gehören:

  • das Entfernen der Gebärmutter und der Eierstöcke bereits in jungen Jahren,
  • eine Überfunktion der Schilddrüse,
  • Kinderlosigkeit (bei Schwangeren führt nämlich der erhöhte Hormonspiegel zu einer besseren Calciumverwertung),
  • eine familiäre Vorbelastung,
  • Phasen des Ausbleibens der Regel (bei Leistungssportlern, Magersüchtigen),
  • das späte Einsetzen der ersten Regelblutung (nach dem 16. Lebensjahr),
  • eine frühe Menopause (vor dem 45. Lebensjahr),
  • starkes Rauchen sowie ein hoher Kaffee- und Alkoholkonsum (verringern die Calciumaufnahme aus der Nahrung),
  • wenig körperliche Bewegung,
  • die langfristige Einnahme von Kortison (etwa bei Asthmatikern oder Rheumapatienten),
  • ein übermäßiger Gebrauch von Abführmitteln.

Empfehlungen für eine optimale Calciumzufuhr

Der Bedarf an Calcium verändert sich im Laufe des Lebens. Die folgenden Richtwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. für die tägliche Calciumzufuhr sollen Ihnen eine Orientierung geben:

  • Säuglinge bis 4 Monate: 220 mg, bis 1 Jahr: 400 mg
  • Kinder bis 4 Jahre: 600 mg
    bis 7 Jahre: 700 mg
    bis 10 Jahre: 900 mg
    bis 13 Jahre: 1100 mg
    bis 15 Jahre: 1200 mg
  • Jugendliche und junge Erwachsene bis 19 Jahre: 1200 mg
  • Erwachsene ab 20 Jahre: 1000 mg
  • Schwangere und Stillende: 1000 mg

So beugen Sie Osteoporose gezielt vor

Je mehr Knochensubstanz wir in jungen Jahren aufbauen, desto länger können wir im Alter davon zehren. So legen Sie eine solide Basis:

  • Besonders zu empfehlen sind Milch und Milchprodukte. Sie enthalten neben reichlich Calcium auch Vitamin D. Ein Liter Milch deckt in etwa den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Calcium.
  • Setzen Sie häufiger calciumreiches Gemüse auf Ihren Speiseplan, etwa Grünkohl, Broccoli, Kohlrabi, Fenchel, Porree und Schwarzwurzeln, außerdem Nüsse und Mandeln. Und meiden Sie nach Möglichkeit Calciumräuber wie Spargel, rote Bete, Mangold und Rhabarber. Spinat ist zwar reich an Calcium, er enthält aber Oxalsäure, die das Mineral bindet und damit für den Körper nicht verfügbar macht.
  • Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und seinen Einbau in die Knochen. Es ist reichlich enthalten in fetthaltigem Seefisch, z.B. Makrele, sowie in Milch, Eiern, Käse, Butter und Lebertran.
  • Mineralwässer können einen wichtigen Beitrag zur Calciumversorgung leisten. Achten Sie deshalb auf das Etikett. Wässer ab einem Calciumgehalt von 150 mg/l sind empfehlenswert.
  • Würzen Sie häufiger mal mit frischen Kräutern – sie enthalten viel Calcium.
  • Verwenden Sie Vollkornprodukte. Sie enthalten mehr Calcium als solche aus Weißmehl.
  • Essen Sie nicht jeden Tag Fleisch. Es ist nicht nur ein schlechter Calciumlieferant, Fleisch enthält auch viel Eiweiß und Phosphate, die die Verfügbarkeit des Mineralstoffs herabsetzen.
  • Meiden Sie phosphathaltige Lebensmittel wie Cola, Wurst, Schmelzkäse, Hefe und Bier.
  • Reduzieren Sie das Rauchen oder hören Sie am besten ganz auf. Starkes Rauchen führt unter anderem zu einem Mangel an Vitamin D. Zusätzlich werden über den Rauch Schadstoffe aufgenommen, die Calcium binden.
  • Bewegen Sie sich viel im Freien. Sonne regt den Körper zur Produktion von Vitamin D an.
  • Körperliches Training regt die Knochenneubildung an. Mangelnde Bewegung dagegen führt zum Verlust von Knochenmasse.

Wie wird eine bestehende Osteoporose behandelt?

Jede Therapie hat zum Ziel, die Beschwerden zu lindern und das Auftreten von Spätfolgen zu verhindern. Folgende vier Säulen tragen im Allgemeinen die Osteoporose-Behandlung:

Basistherapie: Die Gewährleistung einer ausreichenden Versorgung mit Calcium und Vitamin D stellt die Basistherapie dar. Diese sind notwendig für den Knochenaufbau. Zu Ihren individuell empfohlenen täglichen Dosen Vitamin D und Calcium fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Ihr A-plus Apotheken-Team.

Osteoporosespezifische medikamentöse Therapie: Die Basistherapie muss bei hohem Knochenbruchrisiko durch wirksame Medikamente ergänzt werden. Die wichtigsten sind Bisphosphonate, Raloxifen, Parathormon, Strontiumranelat und Östrogene. Die medikamentöse Osteoporosetherapie ist eine Langzeittherapie, die in der Regel über einige Jahre erfolgen muss.

Schmerztherapie: Wenn die Osteoporose mit stärkeren Schmerzen einhergeht, können Schmerzmittel die Beschwerden mindern oder beseitigen und die Beweglichkeit erhalten oder wiederherstellen. Physikalische Maßnahmen wie Krankengymnastik, Fangopackungen und Massagen können Schmerzen lindern, die Beweglichkeit fördern und das Sturzrisiko mindern.

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